Warum nimmt Kurzsichtigkeit bei Kindern immer häufiger zu?
Warum ein Kind kurzsichtig wird und wie stark sich die Myopie entwickelt, lässt sich nicht auf einen einzelnen Auslöser zurückführen. Meist spielen genetische Veranlagung und äußere Einflüsse zusammen.
Genetische Veranlagung
Kurzsichtigkeit tritt familiär gehäuft auf. Ist ein Elternteil kurzsichtig, steigt auch das Risiko für das Kind. Sind beide Eltern betroffen, ist die Wahrscheinlichkeit noch höher.
Die Gene allein entscheiden jedoch nicht darüber, ob und wie stark sich eine Myopie entwickelt. Auch der Alltag und die Sehgewohnheiten spielen eine wichtige Rolle.
Viel Nähe, wenig Weite
Schule, Hausaufgaben, Lesen, Smartphone, Tablet oder Computer: Kinder verbringen heute viel Zeit mit Tätigkeiten im Nahbereich. Längere und intensive Naharbeit kann die Entwicklung einer Kurzsichtigkeit begünstigen.
Dabei geht es nicht darum, einzelne Tätigkeiten wie Lesen oder die Nutzung eines Smartphones grundsätzlich zu vermeiden. Sinnvoll ist vielmehr ein ausgewogener Wechsel zwischen Naharbeit, Blicken in die Ferne und regelmäßigen Pausen.
Tageslicht spielt eine wichtige Rolle
Besonders wichtig ist regelmäßige Zeit im Freien. Studien zeigen, dass Kinder, die mehr Zeit draußen verbringen, ein geringeres Risiko haben, kurzsichtig zu werden.
Deshalb gehört ausreichend Tageslicht auch zu den einfachen Dingen, die Eltern im Alltag unterstützen können. Spielen, Sport, der Schulweg oder ein Spaziergang – Hauptsache, die Augen bekommen regelmäßig Abwechslung vom Nahbereich.
Unser Tipp für den Alltag
Versucht, möglichst viel Zeit draußen in den Familienalltag einzubauen und bei längerer Naharbeit regelmäßig Pausen einzulegen. Das ersetzt kein Myopie Management, kann die gesunde Sehentwicklung aber sinnvoll unterstützen.