Viele Eltern kurzsichtiger Kinder kennen das Problem: Mit den Kleinen steht der jährliche Besuch beim Augenarzt an und schon wieder sind die Werte schlechter geworden. In vielen Fällen kennen die Eltern das Problem noch aus den Anfangstagen ihrer eigenen „Brillen-Karriere“. Was für die Kinder vorrangig bedeutet, dass sie ohne Brille immer schlechter sehen können, sorgt langfristig leider dafür, dass das Risiko für schwerwiegende Augenerkrankungen signifikant steigt. Der Grund dafür liegt im Wachstum des Augapfels.
Wer mehr dazu erfahren möchte, kann sich gerne auf unserer ausführlichen Seite zum Myopie-Management informieren.
Warum ist Myopie-Management heute so wichtig?
Machen wir uns nichts vor: Kurzsichtigkeit beziehungsweise kurzsichtige Menschen gab es schon immer. Und natürlich spielt Genetik eine gewisse Rolle. Bei zwei kurzsichtigen Elternteilen steigt das Risiko für die Kinder, eine Myopie (wie die Kurzsichtigkeit in Fachkreisen genannt wird) zu entwickeln, deutlich. Trotzdem muss man festhalten, dass Myopie ihre Ursachen vor allem in unseren veränderten Sehgewohnheiten hat.
Wie häufig sieht man selbst kleine Kinder mit einem Smartphone oder Tablet im Kinderwagen sitzen. Hier wird häufig der Grundstein für eine spätere Kurzsichtigkeit gelegt. Denn wenn die Augen nur darauf fokussiert werden, in der Nähe scharf zu sehen, ist die Myopie am Ende nur die entsprechende Anpassung unseres visuellen Systems.
Der Unterschied zu früher ist, dass wir heute nicht mehr tatenlos zusehen müssen, wie die Augen der Kinder schlechter und die Brillengläser immer dicker werden. Durch die langjährige Arbeit vieler Forschenden können wir den Anstieg der Kurzsichtigkeit seit einigen Jahren effektiv verlangsamen. Als langjährige Spezialisten auf dem Bereich des Myopiemanagements in Berlin können wir als eines der ersten Geschäfte ab sofort das neue Brillenglas HOYA MiYOSMART iQ anbieten.
HOYA MiYOSMART – Das Brillenglas für modernes Myopie-Management
Die erste Generation des HOYA MiYOSMART Brillenglases war vor fünf Jahren schon ein absoluter Gamechanger für uns. Zwar gab es im Laufe der letzten Jahrzehnte immer wieder Versuche, mit herkömmlichen Mehrstärken-Gläsern etwas gegen die zu schnell ansteigende Kurzsichtigkeit zu unternehmen – die Erfolge waren aber eher mäßig. Auch die Unterkorrektion, also das Verwenden zu schwacher Brillengläser, um das Auge „zu trainieren“, hat rückblickend nie wirklich geholfen.
Mess- und nachweisbare Erfolge hatten bis zu diesem Zeitpunkt nur spezielle Kontaktlinsen wie Ortho-K oder Multifokallinsen. Jedoch konnte oder wollte natürlich nicht jedes Kind Kontaktlinsen tragen.
Als das japanische Unternehmen HOYA im Jahre 2021 dann sein MiYOSMART Glas in Deutschland vorgestellt hat, wussten wir, dass das vielleicht ein neuer Meilenstein in der Augenoptik und im Myopiemanagement sein wird. Vier Jahre haben die Japaner zusammen mit der Hong Kong Polytechnic University in die Entwicklung des Glases gesteckt. Die Theorie hinter dem Design wirkte schlüssig und die Zahlen der ersten Langzeitstudien sahen vielversprechend aus.
Aber: Studien, die Hersteller selbst finanzieren, sind natürlich immer genau zu prüfen und am Ende muss sich das Produkt in der Praxis beweisen. Doch bei aller anfänglichen Skepsis hat sich schnell gezeigt: Das Glas funktioniert. Und es hält, was es verspricht.
Über die Jahre erschienen in rasantem Tempo immer mehr Studien – nicht nur in Asien. Auch in Europa hat man die Zahlen bestätigen können und viele andere Glashersteller zogen mit ähnlichen Produkten nach. Doch so gut die Erfolge weltweit mit MiYOSMART auch waren: In jeder erfolgreichen Statistik gibt es immer wieder Ausreißer.
Nicht nur wir, sondern auch HOYA selbst und Kolleginnen und Kollegen auf der ganzen Welt haben gemerkt, dass der Erfolg bei manchen wenigen Kindern hinter den Erwartungen zurückblieb.
Was ist neu bei MiYOSMART iQ?
Das neue HOYA MiYOSMART iQ basiert auf der bewährten D.I.M.S. (Defocus Incorporated Multiple Segments) Technologie des Vorgängers. Vereinfacht bedeutet das: Der zentrale Bereich des Brillenglases erzeugt ein scharfes Bild auf der Netzhaut und sorgt somit für die entsprechende Sehschärfe, während die knapp vierhundert Mikrolinsen, die um das Zentrum angeordnet sind, einen sogenannten Defokus erzeugen.
Das neue MiYOSMART iQ wartet nun mit der neuen Triple Enhanced Design (TED) Technologie auf.
Die wichtigsten Neuerungen im Überblick
- Verkleinerung der zentralen Zone von 9,40 mm auf 6,90 mm
- Verstärkung der Mikrolinsen von +3,50 dpt auf +4,50 dpt
- Mehr Defokus-Segmente (630 statt 396 Segmente)
Durch die Verkleinerung der optisch nutzbaren Zone werden nun die Bereiche der Netzhaut beziehungsweise der Makula angesprochen, die am stärksten auf Defokussierung reagieren. Die Verstärkung der D.I.M.S.-Segmente um +1,00 dpt sorgt zusätzlich für einen noch effektiveren Defokus im Vergleich zum Vorgänger.
Zu guter Letzt erlaubt die Vergrößerung der gesamten Behandlungszone von 33 auf 41 Millimeter eine bessere Abdeckung über den gesamten Bereich der Netzhaut.
Wie effektiv ist das neue MiYOSMART iQ?
Doch bringt das tatsächlich etwas? Und wenn der Bereich, mit dem man scharf sieht, kleiner wird – können die Kinder noch damit sehen?
Die ersten Zwischenergebnisse sagen ganz klar: JA. In der Verträglichkeit der Gläser gab es trotz der kleineren Optikzone keine signifikanten Unterschiede zum Vorgänger.
Doch fast noch wichtiger: Das Glas ist nach den ersten sechs Monaten doppelt so effektiv wie sein Vorgänger. Wir reden hier nicht von ein paar Prozent, wir reden von einer Verdoppelung der Wirksamkeit eines schon gut funktionierenden Produktes.
Sollten sich diese Zahlen langfristig bestätigen, wäre das ein enormer Erfolg für kommende Generationen.
Wann solltet ihr mit eurem Kind zum Myopiemanagement kommen?
Pauschal lässt sich die Frage nach dem „Wann?“ nicht beantworten. Kurzsichtige Eltern sollten generell so früh wie möglich die Augen ihrer Kleinen im Blick haben.
Bei einem Augenarzt kann mittels Atropin (also Tropfen zur Erweiterung der Pupillen) und objektiver Messmethoden festgestellt werden, ob eine Kurzsichtigkeit vorliegt oder nicht. Dies sollte gerade bei jungen Kindern immer gemacht werden, bevor ihr zu uns kommt.
Anschließend können wir mit unserem Lenstar (Biometer der Firma Haag-Streit, Schweiz) messen, wie lang das Auge ist und anhand eurer Vorgeschichte und der Sehgewohnheiten eures Kindes ein Risikoprofil erstellen und euch sagen, ob Myopiemanagement sinnvoll ist oder nicht. Denn nicht jedes Kind muss bei der Erstversorgung zwingend Brillengläser oder Kontaktlinsen für das Myopiemanagement bekommen.
Warum regelmäßige Kontrollen beim Myopiemanagement wichtig sind
Aber wir wollen euch nicht einfach nur ein Paar Brillengläser oder Kontaktlinsen verkaufen. Für uns bedeutet Myopiemanagement langfristige, enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Nur durch regelmäßige Kontrollen inklusive der Messung der Augenlänge können wir sicherstellen, ob und wie gut unsere Produkte funktionieren. Aber auch euer Augenarzt soll natürlich mit involviert werden. Auf Wunsch erhaltet ihr nach jeder Kontrolle einen entsprechenden Bericht als PDF, damit alle Beteiligten Bescheid wissen.
Um für euch immer up to date zu sein, könnt ihr darauf vertrauen, dass wir uns regelmäßig fortbilden. Auch stehen wir im ständigen Austausch mit der Industrie und Kolleginnen und Kollegen aus der gesamten DACH-Region.
Myopiemanagement in Berlin – Jetzt beraten lassen
Bucht euch gerne euren Termin und lasst euch beraten!